Lehrer: Claude Wyler
Szenografen: Martina Fontanive & Monika Steiger
Alter d. SchülerInnen: 16 - 18 Jahre
Vision: Zutritt für 12- 20 Jährige
Die Klasse P10a SBA von Claude Wyler im Claraschulhaus konzentriert sich zusammen mit den Architekten Jürg Berrel und Markus Walser auf den städtischen Bereich zwischen Badischem Bahnhof, Claraplatz und Rheinufer. Jeden Tag fertigten die SchülerInnen eine Einminuten-Skizze über alltägliche, städtische Situationen an. Erste Ideen über Veränderungen des festgelegten Perimeters wurden bereits zu Beginn des Projektes festgehalten. Im Anschluss an die Besichtigung des Basler Stadtmodells haben die SchülerInnen eine angeregte Diskussion über Wohnformen geführt. Für eine bessere Konzentration in den Arbeitsbereichen wurden kleinere Arbeitsgruppen gebildet. Die Klasse organisierte sich für ihr Klassenzimmer ein von Masterstudenten gebautes Stadtmodell, das Teile ihres Perimeters – vom Badischen Bahnhof zum Rheinufer – wiedergibt.
Den SchülerInnen fielen insbesondere fehlende Freizeit- und Sitzmöglichkeiten im öffentlichen Raum auf. Also entschied sich die Klasse, den Container als eigenen Freizeitraum zu gestalten, der nur für junge Erwachsene zwischen 12 und 20 Jahren zugänglich ist: ein Jugendtreff! Hier wurden die parasitären Bauweisen der Zukunft visualisiert, die die SchülerInnen als Weg weisend für die Stadtentwicklung bezeichneten: der Rhein bietet Platz für schwimmende Inseln, auf denen auch ein City Beach oder ein verglastes Restaurant Platz haben könnten. Auf der Claramatte kann eine kugelförmige Sporthalle auf vier Etagen jeweils einen Fussball-, Volleyball-, Tennis- und Basketballplatz unterbringen. Ein Drehrestaurant auf dem Messeturm oder ein ständiges Riesenrad auf dem Messeplatz sorgen für Unterhaltung und zusätzliche Attraktionen.
Zur szenografischen Umsetzung:
Die SchülerInnen arbeiteten an sieben verschiedenen Visionen, die sich alle mit dem Thema der Freizeitgestaltung beschäftigten. Das von den Szenografen ausgewählte Projekt sah auf der Rosentalanlage in Basel ein Gebäude mit einer Disco, einer Jugendherberge und einem Jugendtreff vor. Daraufhin beschlossen die Szenografen gemeinsam mit den SchülerInnen, dass der Container ein Jugendtreff sein solle, der nur Jugendliche im Alter zwischen 12 und 20 Jahren zuliess. Der 12qm grosse Container wurde mit Musik bespielt und durch perspektivische Wandzeichnungen optisch vergrössert. Angelehnt an die Graffitikunst, jedoch abstrahiert dargestellt, war auf den Wänden eine Disco, eine Lounge sowie eine Unterkunft für Jugendliche erkennbar. Ergänzt wurden die gestalteten Wände durch dreidimensionale Objekte wie einen Tischfussballkasten und einen Fernseher. An einer Aussenwand des Containers gestalteten die Jugendlichen gemeinsam mit einem Sprayer die Wand. Die Besucher konnten durch Fenster in den Innenraum spähen und erhielten über Lautsprecher Informationen zu den anderen sieben Teilprojekten. Auf dem Fernseher im Jugendtreff liefen derweil Bilder ab, welche die Modelle der SchülerInnen dokumentierten.
Dieser Container wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von: Stadtgärtnerei Basel und Lachenmeier Farben
Architekt:
M. Walser / J. Berrel
Klasse:
Schule für Brückenangebote
Thema:
Zutritt nur für 12- 20 Jährige