Lehrer: Georg Römmelt
Szenografen: Clau Giger & Cornelia Vinzens
Alter d. SchülerInnen: 14 Jahre
Vision: Freiräume schaffen!

Mit Beginn des Unterrichts wurde den SchülerInnen der WBS Bäumlihof der Beruf des Architekten und die Ausbildung zum Architekten erläutert – inklusive eines Besuchs des Instituts für Architektur an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Der Unterricht beschäftigte sich mit Modellbau und Massstabsdenken: jeder Schüler hat eine kleine Box gebaut, in der die wichtigsten Materialien für den Modellbau und und für Architekturplanungen enthalten waren, wie z.B. Papier, Massband, Modellbaumaterial usw.

Als Grundlage für Diskussionen über gute und schlechte Architektur bestimmten die Jugendlichen der WBS positive und negative Orte in Basel. Als Ergebnis ihrer Recherche entwickelten die SchülerInnen in drei Visionen neue „positive“ Orte der Stadt: Der Claraplatz (ohne Kirche) ist im Jahr 2020 der Treffpunkt Kleinbasels und erhält eine Verkehrsunterführung für die Tramlinien. Die entstandenen Freiräume werden zu Erholungsräumen. Weiter werden alle Verwaltungsräume der Stadt (32'800 qm Fläche) - inklusive Präsidialdepartement und Grossem Rat - in einem Verwaltungsturm mit 44 Stockwerken untergebracht. Die frei werdenden Verwaltungsgebäude werden neu besetzt oder abgerissen. An Stelle des Rathauses steht nun ein riesiger Büroturm und wird wie der Joggeli-Turm ein Beispiel für coole zeitgenössische Architektur! Denn schliesslich ist nach Meinung der Schüler das Rathaus ohnehin nicht modern genug und einfach zu alt und zu klein für seine jetzige Funktion. Zu guter Letzt braucht die Mensa der WBS Bäumlihof unbedingt einen Erholungsraum, der bis auf die Wiese vor das Gebäude reicht. Dafür entwickelten die SchülerInnen eine Terrasse aus Holz, sowie eigene Möbel.


Zur szenografischen Umsetzung:
Was macht einen Raum in der Stadt zu einem positiven Ort? Warum hält man sich an manchen Orten lieber auf als an anderen? Mit diesen und ähnlichen Fragen haben sich die SchülerInnen der WBS Bäumlihof auseinandergesetzt und mit drei spezifischen Visionen darauf geantwortet. Im Container sollten nicht nur die Visionen, sprich das Schöne und Positive, sondern auch eine kritische Ausgangslage als Kontrast dazu inszeniert werden. Der Besucher betritt den Container über einen geschlossenen, sich verengenden Gang aus Baustellenholz. Man hörte Baustellenlärm und blickte durch Luken auf die abgerissenen Gebäude am Marktplatz und Claraplatz. Nach diesem lärmigen und bedrückenden Raum gelangte der Besucher in einen ruhigeren und offenen Raum, den Raum der Zukunft, dessen Grenzen optisch aufgelöst wurden. Dort wurden die Visionen der SchülerInne auf einer Baustellentafel präsentiert.. In der Modellmensa vor dem Container fand anschliessend der Austausch zwischen den Besuchern und den SchülerInnen statt.


Christoph Gschwind: „Es war sehr erfrischend, wie unverkrampft Themen von Schülern angegangen werden. Themen wie, das Rathaus zu sprengen etc.. Sowas kam mir sehr befruchtend vor, dass man Sachen wieder in Frage stellt, die man durch den professionellen Filter nicht mehr in Frage stellt.“


Dieser Container wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von:

Architekt:
Christoph Gschwind
Klasse:
WBS Bäumlihof
Thema:
Freiräume schaffen!