Lehrer: Stephan Schwarz
Szenografen: Florian Niklaus & Stefan Mangold
Alter d. Schüler: ca. 10 Jahre
Vision: Architektur entdecken – grau wird bunt!

Die Klasse der Primarschule Peters arbeitete seit Beginn des Projektes „Stadt.Plan.2020“ zu Fragen des Architektenberufs: Was ist ein Architekt? Wie arbeitet ein Architekt?Kennen die SchülerInnen einen Architekten? Anhand von Bauten erklärte der Architekt Roland Nägeli seine Aufgaben. Dabei wurden die unterschiedlichen Bautypen zunächst von den Kindern beschrieben und dann klassifiziert.

Im Unterricht entwickelten sich Gespräche mit den Kindern über heutige Wohn- und Bauformen und ob diese noch in zehn Jahren präsent sein werden. Dabei fragten sich Architekt, Kinder und Lehrer: Wie sieht die Wohnform der Zukunft für Familiengenerationen aus?

Die Kinder entwickelten anhand dieser Frage ihren Wunschgrundriss einer Wohnung und rechneten Originaleinheiten im Massstab 1:25 um. Daraus sind verschiedene farbige Grundrisse entstanden. Die Kinder bastelten zuerst die Grundrisse anhand farbiger Papiere, die die Zuordnung der Zimmer symbolisierten. Danach wurde jeweils massstabsgetreu die Einrichtung eingezeichnet: die Wohnküche mit Tanzsalon, das Wunschbad mit Sauna in der Mitte und diverse Rutschen nach draussen und in andere Stockwerke. Feuerwehrstangen verkürzen lästige Wege durch das Haus. Aber auch ausserhalb der Wohnungen wird Basel bunter: wenn Kinder Häuser malen, sind diese nicht grau, sondern strahlen in allen Regenbogenfarben. Die jungen ArchitektInnen haben unter der Anleitung von Roland Nägeli eine neue Fassadengestaltung der Innenstadt entwickelt. Wie eine Fototapete haben sie diese auf Fotos von grauen Strassenfassaden angebracht.

Zur szenografischen Umsetzung:
Beim Besuch der Containerstadt Stadt.Plan.2020 war auf dem Gelände eine grosse Pixelfassade schon von weitem erkennbar. Sie ragte über mehrere Meter in die Höhe und verlieh damit der Containerstadt einen auffälligen Akzent. Die Wand bestand aus unterschiedlich farblich gestalteten Holzkacheln, den sogenannten Pixeln. Jeder Besucher konnte ein einzelnes Pixel unten an der Fassade entfernen. Mit dem Pixel in der Hand gelangte er über eine Treppe und einen kleinen Dachgarten in den Innenraum des Containers, dem Ausstellungsraum der Entwürfe der Kinder. Nach dem Betrachten der Ausstellung konnte der Besucher an ein Fenster treten, wo er zur Pixelwand gelangte und „sein“ farbiges Pixel oben einwarf. Damit wurde der Besucher Teil der bunten Fassadenvision der SchülerInnen.

Florian Niklaus: „Aus dem ersten Gespräch mit den Kindern sind drei wichtige Themen entstanden: Bewegung, Spiel und Farben. Das sind drei Themen, die immer wieder aufgetaucht sind. Die Kinder wünschten sich eine farbigere Stadt, Basel sei viel zu grau. Sie haben sich immer wieder gewünscht, dass man mehr spielen kann, dass man sich im eigenen Haus bewegen kann, mit einer Kletterwand, einer Feuerwehrstange. Anschliessend haben wir probiert eine Übersetzung zu finden, die die drei Themen verbindet. So sind wir auf die Pixelwand gekommen.“



Dieser Container wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von: 





Architekt:
Roland Nägeli
Klasse:
Primar, Schulhaus Peters
Thema:
grau wird bunt!