LehrerIn: Axel Gutgesell & Christine Häberli
Szenografin: Fabiana Dondiego
Alter d. SchülerInnen: 16-18 Jahre
Vision: 7 Tage 7 Märkte
Markt und Handel sind wesentliche Elemente der Gesellschaft. Neue Ideen werden ausprobiert, Bestehendes in Frage gestellt und weiter entwickelt. Menschen kommen auf der Suche nach Kunden oder Gütern miteinander in Kontakt. Ein lebendiger städtischer Markt ist in einer Zeit, in der elektronische Märkte florieren, eine lebendige Form der Begegnung. Von Beginn an beschäftigten die Lehrer und Klasse die Idee eines Marktes in der Matthäuskirche, die sie zusammen mit dem Architekten Werner Hartmann entwickelt haben. Viele SchülerInnen der Klasse arbeiteten an Praktikumsplätzen, wo es vielfach um Handel und Verkauf ging. Das Team bezog sich auf dieses Thema und beschloss, die Matthäuskirche als Markthalle ‚umzunutzen‘. In einem ersten Schritt haben die SchülerInnen die unterschiedlichsten Stände gezeichnet. In einem zweiten Schritt sollten Modelle gebaut werden.
Die Klasse hat Basel zur Zeit von Matthäus Merian im Jahr 1615 und Johann Friedrich Mähly im Jahr 1847 mit dem heutigen Basel verglichen. Sie hat sich gefragt, welche Märkte es früher gegeben hat, und welche es heute gibt. Welcher noch nicht existierende Markt würde das Leben in Basel bereichern? Eine Markthalle gibt es in Basel, diese wird gerade aus einem Grosshandels- in ein Detailhandels- und Konsumparadies umgebaut. Was der Stadt fehlt, ist eine lebendige Markthalle an einem guten Ort.
Die Matthäuskirche ist Kirche und Quartiertreffpunkt mit gut ausgebauten Räumen im Sockelgeschoss, mit Küche und Toilettenanlagen. Auf dem Matthäuskirchplatz gibt es schon einen kleinen Markt sowie Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten. Diesen Ort wollte die Klasse als Vision für Stadt.Plan.2020 weiter entwickeln und verdichten. Die Klasse wünschte sich für den Matthäus-Kirchplatz einen Wochenmarkt, der an allen 7 Tagen der Woche geöffnet hat: An den sieben Tagen werden unterschiedliche Märkte etabliert: Obst & Gemüse am Samstag, Elektronik am Montag, Kleidung am Mittwoch, etc.
Zur szenografischen Umsetzung:
Die Jugendlichen der Schule für Brückenangebote haben zusammen mit den Lehrbeauftragten Christine Häberli und Axel Gutgesell sowie dem Architekten Werner Hartmann nach einem Standort gesucht, wo sie ihre Vorstellung eines lebendigen und vielfältigen Marktes in zehn Jahren verwirklichen können. Die Wahl fiel auf die Matthäuskirche, welche zur Hülle für eine zukünftige Markthalle werden sollte. Ihre Umgebung sollte sich ebenfalls zum Marktplatz wandeln. Die Vision der Arbeitsgruppe war, dass der Ort in Zukunft an sieben Tagen in der Woche mit sieben verschiedenen Märkten belebt wird. Während zwei Workshops hat die Szenografin Fabiana Dondiego mit den SchülerInnen ein Marktstand 1:1 aus Pappe gebaut und Verkaufsgegenstände gebastelt. Die Gruppe stellte sich mit dem Stand vor die Kirche und filmte ein fiktives Marktgeschehen. Der Film wurde später im Container präsentiert, während draussen der Marktstand nochmals aufgebaut zu besichtigen war.
Klasse:
Schule für Brückenangebote
Architekt:
Werner Hartmann
Thema:
7 Tage 7 Märkte