Lehrer: Götz Bachmann
Szenografen: Ann-Sophie Gerschwiler & Stefanie Kurt
Alter d. SchülerInnen
: 16-18 Jahre
Vision: Lichtblicke über dem Hafen


Das Projekt "Stadt.Plan.2020" begann in der Klasse von Götz Bachmann mit einer Exkursion zum Hafengebiet: Das Getreidesilo wurde von aussen und von oben besichtigt sowie das anliegende Gebiet und Kleinhüningen untersucht. Von oben entwickelten die SchülerInnen eine erste Vision: was könnte aus dem Hafengebiet werden?  Dabei entstanden Ideen für Wohnheime, einen Campus, Arbeitsstätten oder eine Freizeitrutsche bis in den Bachgraben. Ausserdem bekamen die SchülerInnen die Aufgabe, die Masse eines Containers oben auf dem Siloboden mit Kreide nachzuzeichnen. Sie betraten diesen fiktiven Container und betrachteten die reelle Containerstadt im Rheinhafen, indem sie aus ihrem gezeichneten Container über die Brüstung schauten. Mit weiteren Ganztagesexkursionen erkundete die Klasse Kleinhüningen und widmete sich damit verstärkt dem nördlichen Teil der Stadt Basel.

Die Vision der Klasse bestand darin, den Hafen nach Deutschland zu verlegen, um freie Hand für eine Neugestaltung zu haben. Erst nach und nach begriffen die SchülerInnen, dass mit diesem Gedanken auf dem Areal alles möglich wird. Mit dieser Versuchsanordnung schufen die SchülerInnen ein neues Potential für das Hafenareal: Kleinhüningen und das Hafengebiet sind die zukünftigen Quartiere der Stadt, die eine Aufwertung und starke Veränderung erleben werden. In einem Seecontainer sieht man die Visionen der SchülerInnen wie Lichtblicke aus der Zukunft.




Zur szenografischen Umsetzung:
Die Stadtvisionen der Jugendlichen des Claraschulhauses für Brückenangebote bezogen sich auf das Hafengebiet in Kleinhüningen. Sie wählten Gebäude und Infrastrukturen des Hafens aus und veränderten diese nach ihren Wunschvorstellungen. Die alten Strukturen des Hafens wurden somit in ihre Visionen eingebunden, weshalb der Hafen als Ort eine zentrale Rolle in ihrem Ausstellungskonzept spielte. Als gestalterische Grundlage diente den Szenografen der Container als Ausstellungsraum, der mit seiner Materialität und Struktur einem Schiffscontainer glich und eine Hafenatmosphäre vermittelte. Der Raum wurde akustisch verstärkt, indem der Boden mit Metall ausgelegt wurde. Auf den Metallplatten war das Hafengebiet aus Vogelperspektive zu sehen. Im Kontrast dazu hingen Laternen im Raum, auf denen die Visionen der Jugendlichen abgebildet waren. Audiostationen luden die Besucher ein, die Zukunft aus der Sicht der SchülerInnen zu erleben, wobei manches zu entdecken war, was die Zeichnungen vielleicht verbargen.


Dieser Container wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von Light & Sound Project.

Klasse:
Schule für Brückenangebote
Architekt:
Dr. F. Rossé
Thema:
Lichtblicke über dem Hafen