Lehrerinnen: Mona Ebneter & Therese Dürrenberger
Szenografen: Mayu Suzuki & Sachiko Hiroshige
Alter d. SchülerInnen: ca. 12 Jahre
Vision: Quartiersladen und Roboter der Zukunft

In der OS Drei Linden fand das Projekt "Stadt.Plan2020" als thematischer Unterricht mit dem Architekten Philippe Müller statt. Zunächst beschäftigten sich die SchülerInnen mit Massstäben und Dimensionen und zeichneten ihre eigene Wohnung massstabsgetreu. Die SchülerInnen haben ihre eigene Wohnungseinrichtung beschrieben, um dann Wunscheinrichtungen zu entwickeln. Dann begaben sich die SchülerInnen aus ihren Wohnungen ins eigene Quartier, erkundeten die Quartiersgrenzen und untersuchten den Stadtraum nach baulichen Gesetzen.

Später beschäftigte sich der Unterricht mit dem Thema  "Stadtraum und Stadtwahrnehmung". Dabei spielten eigene Quartiersprojekte ebenso eine Rolle wie ein utopisches Stadtmodell: Die SchülerInnen sollten auf Naturkarten mit Flüssen, Seen oder Bergen eine mögliche Stadt einzeichnen und verschiedene städtische Räume in einer „Luftskizze“ zeichnen: Infrastruktur, Gewerbe, Industrie, Parks, Wohnquartiere, usw. Ausserdem wählten die Kinder eine für sie wichtige Stadt der Welt aus und erläuterten anhand von Google Earth deren Lage und Struktur. Für Basel im Jahr 2020 wünschen sie sich Roboter und Computermenschen, eine S-Bahn-Brücke vom St.Johann nach Kleinhüningen, ein Kleinbasler Rhybadhüsli und ein Sozialprojekt als Quartiersladen für Senioren.


Zur szenografischen Umsetzung:
Das Interesse der Szenografinnen galt einer Übung, in welcher die SchülerInnen sehr frei ihre Utopien skizziert haben. „Ohne Phantasie keine Utopie“, so die Devise. Die Phantasie ist der Schatz der Kinder und diesem Schatz wurde der Container der Klasse von Mona Ebneter & Theres Dürrenberger gewidmet. Hierzu wurde eine ruhige und geheimnisvolle Stimmung im Inneren des Containers geschaffen, welche einen Kontrast zum sommerlichen Aussen bildete. Unterstützt wurde diese Stimmung durch vereinzelte, verwunschene Klänge. Für die Umsetzung haben sich die Szenografinnen vom kindlichen Schauen inspirieren lassen: vom Guckkasten und der Schneekugel. Beides sind Objekte, in denen sich etwas bewegt, die ein genaues Hinsehen verlangen und dadurch einen grossen Reiz haben. Die Schneekugel, in welcher die Vision je eines Schülers zu sehen ist, steht für einen Ort der Sehnsucht. An den Wänden des Containers waren ausserdem acht Guckkästen in unterschiedlichen Höhen angebracht. Um ihren Inhalt, bestehend aus den Projekten der Kinder, sehen zu können, musste der Besucher ungewohnte Körperhaltungen einnehmen. Einer zwang den Betrachter in die Knie, ein anderer auf eine Leiter.

Mona Ebneter: „Als die Schüler das erste mal gesehen haben wie der Container eingerichtet ist, war das für sie ein grossartiges Erlebnis. Vor allem, als sie ihre eigenen Projekte und die Container der anderen ansehen konnten. Sie fanden ihren Container natürlich einfach am tollsten! Das hat uns gezeigt, dass es für sie ein schönes Erlebnis war. Auch das Echo von den Eltern war gross. Viele Eltern waren da, manche, die sonst nie mit solchen Projekten zu tun haben. Diese Durchmischung fand ich ganz toll, dass Leute kamen, die sonst mit der Kaserne nichts zu tun haben. Die Hemmschwelle wurde tiefer gesetzt, weil ihre Kinder dort mitgemacht haben. Das war sehr positiv.“


Dieser Container wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung von den Firmen A-Team BodenbelägeRöhm und SONORE ALCORE.

Klasse:
OS Drei Linden
Architekt:
Philippe Müller
Thema:
Quartiersladen & Roboter der Zukunft