1. Kurzkonzept

Basel ist als Kunst- und Kulturstadt bekannt. Die Stadt vermarktet sich mit «culture unlimited» und setzt Schwerpunkte als Architekturstadt. Mit MetroBasel wird für die trinationale Metropolitanregion Basel, bestehend aus der Kernstadt Basel, den Vororten als urbane Agglomeration sowie den ländlichen Einzugsgebieten geworben. Länderübergreifend werden Stadtplanungszusammenhänge diskutiert. Und nicht zuletzt wird mit der „IBA 2020“ das Modell einer Internationalen Bauausstellung zur Umsetzung qualitativ hochwertiger Projekte genutzt, mit dem Ziel, das Wachstum der Region nachhaltig zu steuern, das grenzüberschreitende Engagement zu festigen und die Sichtbarkeit der Region nach Innen und nach Aussen zu erhöhen.

Bei all diesen Bemühungen im internationalen Wettbewerb um Standortgunst und Stadtentwicklung wurden die wichtigsten «stake-holder» der Städte der Zukunft geflissentlich übersehen: Die heutigen Kinder und Jugendlichen als Bewohnerinnen und Bewohner der Städte der Zukunft. Wir haben sie nach ihrer Stadt der Zukunft befragt, mit ihnen gemeinsam die Diskussion geführt, was von der heutigen Stadt in die Zukunft übernommen werden soll, worauf wir möglicherweise besser verzichten können und welche Visionen und Wünsche für künftige BewohnerInnen der Stadt bestehen. Wir sind überzeugt, dass neben der „Fachperspektive“ die Beobachtung und das aktive Mitdenken und Entwickeln der Kinder und Jugendlichen neue Wege in der Stadtplanung einleitet. Dies ist – neben dem gegenseitigen Lerneffekt und der real sichtbaren Container-Stadt – ein Hauptziel des Kinderstadtprojektes „Stadt.Plan.2020 – Masslose Visionen von Kindern, Jugendlichen & Architekten auf dem Kasernenplatz“ gewesen.

Während eines Schuljahres arbeiteten 12 Architekturbüros mit 12 Schulklassen unterschiedlicher Schulformen und Alterklassen zu dem Thema: Wie stellst Du Dir Deinen Lebensraum Basel in 10 Jahren vor? Szenografiestudenten erarbeiteten daraufhin gemeinsam mit den SchülerInnen ein Ausstellungskonzept für ihre Visionen. Die Ausstellung wurde am Ende des über mehrere Monate dauernden Projektes für eine Woche in einer Containerstadt mit 14 kreativ gestalteten Containern auf dem Kasernenplatz im Rahmen des Schweizer Jugendtheaterfestivals SPOT präsentiert und hat ein breites Publikum angelockt: Quartiersbewohner, Schulklassen, Stadtplaner und Architekten, Festivalbesucher u.v.m.

 
Die Stadt im Fokus von SchülerInnenDie Stadt im Fokus von SchülerInnen




 





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